16.05.2022

LEBEN UND ARBEITEN IN DER ZUKUNFT.


Am 09. Mai entführte Sven Gábor Jánszky die Zuhörer*innen ins Jahr 2030.

Hr. Jánszky leitet Europas größtes Zukunftsforschungszentrum 2bAhead. Die Aufgabe seines Teams ist es, mit Global Playern wie Google, IBM, Microsoft, chinesisches Tech-Giganten u.v.m. über deren aktuelle Entwicklungen zu sprechen und daraus Trendszenarien für die nächsten 10 Jahre abzuleiten.

Für die kommende Dekade wird prognostiziert, dass die größten Menschheitsprobleme, wie Hunger, Armut, Bildungsthemen oder auch die Klimakrise gelöst werden könnten.

Schon heute ist es möglich, eine Gen-Analyse vom eigenen Erbmaterial durchführen zu lassen um Risiken von erblich bedingten Krankheiten -  wie beispielsweise Krebs - bestimmen zu lassen. Heute ist diese Analyse noch sehr kostspielig. Bereits in zwei bis drei Jahren könnte diese laut dem Zukunftsforscher aber massenmarkttauglich und damit so günstig sein, dass Krankenkassen diese Untersuchung übernehmen. Als weitere Entwicklung kann davon ausgegangen werden, dass in den nächsten 30 Jahren eine Gen-Reparatur möglich sein wird. Das bedeutet, dass die festgestellten, erblichen Krankheiten aus dem Erbgut ausgeschnitten und damit entfernt werden können. Sollte dies wirklich gelingen, würde das Sterberisiko in erheblichem Maße reduziert und die durchschnittliche Lebenserwartung sprunghaft ansteigen.

Weiter könnte es bereits in den kommenden 15 Jahren soweit sein, dass das Anfertigen von „Ersatzteil-Organen“ aus menschlichem Gewebe mittels 3D-Drucker Realität wird. Eine solche Entwicklung wäre ein immenser Durchbruch. Noch offen ist, wann es Forscher*innen gelingt, auch das menschliche Gehirn nachzubauen.

Noch dieses Jahr könnte die erste interkontinentale Herztransplantation stattfinden. Ein Forscherteam hat bei Tiefseefischen, die im Winter vollständig einfrieren, eine Molekülstruktur entdeckt, welche verhindert, dass in den Zellen eingelagertes Wasser beim Gefrieren Kristalle bildet, durch die die Zellstruktur zerstört wird. Wenn dieses Molekül auch beim Menschen anwendbar ist, können Spenderorgane zukünftig im eingefrorenen Zustand gelagert werden und das große Problem der fehlenden Verfügbarkeit von Spenderorganen wäre gelöst.

In der Früherkennung von Lungenkrebs wird auch heute schon künstliche Intelligenz (KI) angewendet. Die KI kann dabei Lungenkrebszellen schon 2 Jahre früher und 50 % genauer erkennen, als Mediziner*innen das können.

In Sachen Medizin wird also deutlich, welchen großartigen Sprung wir hier in den nächsten Jahren erwarten dürfen und welche Bedeutung das für die durchschnittliche Lebenswartung haben wird. Jánszky geht davon aus, dass sein heute 7-jähriger Sohn um die 120 Jahre alt werden dürfte. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt heute bei rund 80 Jahren.

Auch der Alltag wird durch die KI stark vereinfacht, weil die menschlichen Gedanken von der KI ausgelesen werden und diese dann beispielsweise die Autos steuert. Je nachdem wie technikaffin eine Person ist, werden wir laut der Wissenschaftler im Jahr 2030 zwischen 30-50 Servicebots nutzen. Diese übernehmen dann beispielsweise die Terminabstimmung beim Friseur und tragen den Termin selbstständig in einen Kalender ein.

Jánszky geht aber davon aus, dass wir in Zukunft keine Bildschirme mehr verwenden. Stattdessen tragen wir in 2-3 Jahren Smartbrillen, die im Rahmen einer augmented reality (=erweiterte Realität) zusätzliche Informationen darstellt. Passend dazu hat Google kürzlich angekündigt, der Marktstart einer smarten Brille vorzubereiten, die Simultanübersetzungen anzeigen können. In den kommenden 5-8 Jahren werden diese Smartbrillen durch smarte Kontaktlinsen abgelöst, bis wir in ca. 10 Jahren Räume nutzen könnten, in denen mit Hologrammen Menschen an einen Ort projiziert werden, die sich eigentlich irgendwo anders auf dem Erdball befinden.

Dadurch wird sich auch die Arbeitswelt stark verändern. Es ist zu erwarten, dass viele der heutigen Expertenjobs durch die KI abgelöst werden und die betroffenen Menschen eher zu Coaches werden. Durch diese Veränderung werden nur noch 20-30 % der Erwerbstätigen bei einem Unternehmen langzeitangestellt sein. Etwa 20 % sind selbstständig und der Rest ist im Rahmen von Projektarbeiten bei unterschiedlichen Unternehmen angestellt.

Eines kann auf jeden Fall festgehalten werden. Jánszky ist ein absoluter Zukunftsenthusiast. Er ist sich aber durchaus bewusst, dass viele Entwicklungen für Menschen, die sich nicht regelmäßig mit diesen Trends beschäftigen, sehr weit weg und ggf. auch beängstigend sind.

Mit Sicherheit müssen mit dem verstärkten Einsatz von KIs und der „künstlichen“ Verlängerung des menschlichen Lebens auch ethische Fragen geklärt werden.

Es bleibt auf jeden Fall spannend!


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