25.11.2019

WINTERREIFEN-WISSEN.

Fakten, Mythen und allerlei Nützliches zum Thema Winterreifen.

Jedes Jahr wieder brauchen wir sie: Winterreifen. Der Name sagt ja schon alles aus. Oder doch nicht? Wir erklären die größten Gerüchte, die umstrittensten Fragen und die wichtigsten Aspekte für eine sichere Fahrt in der kalten Jahreszeit. Stellen Sie uns auch gerne unten im Kontaktformular Ihre Fragen!

IHRE HÄUFIGSTEN FRAGEN:

Gibt es eine Winterreifen-Pflicht in Deutschland?

In Deutschland gibt es keinen gesetzlichen Stichtag, an dem Winterreifen montiert werden müssen. Stattdessen gibt es eine situative Winterreifenpflicht. Bei winterlichen Bedingungen wie Schnee, Eis oder Reifglätte sollte mit Winterreifen gefahren werden. Die Faustregel ist von Oktober bis Ostern (O bis O) oder bei dauerhaften Temperaturen unter 7 Grad. Sonst drohen Bußgelder oder Punkte in Flensburg. Ganzjahresreifen sind dabei nur eine Kompromisslösung. Die situative Winterreifenpflicht ist übrigens nur dann erfüllt, wenn auf allen Rädern Winterreifen montiert sind. Wer jedoch nach Österreich fährt muss ab dem 1. November bis zum 15. April Winterreifen auf dem Fahrzeug montiert haben, egal bei welcher Witterung.
Für Motorräder und land- oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge gilt gar keine Winterreifenpflicht, diese dürfen aber nur bis zu 50 km/h fahren und nur bei fehlender Möglichkeit, das Ziel mit einem anderen Verkehrsmittel zu erreichen.

Welche Profiltiefe brauche ich?

Im Sommer wie auch im Winter ist die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe 1,6 Millimeter. Bei Winterreifen ist aber die die feine Lamellierung Voraussetzung für eine gute Haftung. Für den eigenen Schutz und den anderer Verkehrsteilnehmer empfiehlt der ADAC bei Winterreifen eine Mindestprofiltiefe von vier Millimetern. Dies kann man mit einem 2-Euro-Stück nachmessen: ist der silberne Rand nicht mehr zu sehen, reicht die Profiltiefe aus.

Wie erkennt man Winterreifen?

Autofahrer sollten beim Kauf auf das Alpine-Zeichen achten, dort ist eine Schneeflocke in einem Bergpiktogramm zu sehen. Die Aufschrift M+S reicht bei neuen Reifen nicht mehr. Denn seit 2018 müssen Winterreifen einen genormten Test bestehen, um ihre Qualität zu beweisen. Bis zum 30. September 2024 gehen Reifen mit der M+S-Kennzeichnung noch als Winterreifen durch, diese erfüllen aber oft nicht den gleichen Standard wie Reifen mit dem Alpine-Zeichen. Deshalb empfiehlt es sich, so bald wie möglich umzurüsten.

Zahlt die Versicherung bei Unfällen mit Sommerreifen?

Trotz der Tatsache, dass es in Deutschland keinen gesetzlichen Stichtag für die Winterreifenpflicht gibt, wird der Fahrer in Mithaftung genommen, sollte der Unfall auf falsche Reifen zurückzuführen sein. Das Fahren mit falscher Bereifung wird dabei meistens als grobe Fahrlässigkeit eingestuft, bei der Kfz-Kaskoversicherungen nicht für den Schaden aufkommen. Auch in der Haftpflichtversicherung hat die Benutzung Auswirkungen, da der Geschädigte oft mithaften muss.

Wie schnell darf man mit Winterreifen fahren?

Das hängt von der Reifenwahl ab. Modelle mit dem W-Index erlauben hohe Tempos bis 270 km/h! Die Geschwindigkeit sollte aber trotzdem immer an Sicht- und Wetterverhältnisse angepasst werden.

Wie alt dürfen Winterreifen sein?

Als fabrikneu gelten maximal 3 Jahre alte Reifen, neu sind sie korrekt gelagert noch bei bis zu fünf Jahren. Jedoch sollten die Reifen für maximale Sicherheit nach vier Wintereinsätzen ausgetauscht werden, da die Weichmacher dann verhärten.

Hat man beim Fahren mit Winterreifen einen höheren Verbrauch?

Der Mythos hält sich bis heute: das grobstollige Profil von Winterreifen erzeugt einen hohen Rollwiderstand und einen höheren Spritverbrauch. Heutzutage ist das aber nicht mehr der Fall. Die Reifen haben im Gegensatz zu Sommerreifen lediglich zusätzlich Lamellen und eine andere Gummimischung. Der Spritverbrauch kann sich jedoch durch die Heizung erhöhen.

Darf ich Winterreifen auch im Sommer fahren?

Der Gesetzgeber verbietet es nicht, deshalb können Winterreifen auch im Sommer weitergefahren werden. Dies ist jedoch nicht sinnvoll und nicht sicher. Ein Test des ADACs hat ergeben, dass Winterreifen bei hohen Außentemperaturen einen deutlich längeren Bremsweg haben – bis zu 16 Meter mehr. Auch die Fahrstabilität ist wesentlich schlechter. Deshalb raten wir davon ab, die Winterreifen im Sommer "aufzubrauchen".









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*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT), Hellmuth-Hirth-Straße 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen bzw. im Internet unter www.dat.de/co2/ unentgeltlich erhältlich ist.
Ab dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (World Harmonised Light Vehicle Test Procedure, WLTP), einem neuen, realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird das WLTP den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ), das derzeitige Prüfverfahren, ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen.

1 Ehemaliger Neupreis (Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers am Tag der Erstzulassung).

Der errechnete Preisvorteil sowie die angegebene Ersparnis errechnet sich gegenüber der ehemaligen unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers am Tag der Erstzulassung (Neupreis).

2 Hierbei handelt es sich um ein Finanzierungs-Angebot der Santander Consumer Bank AG, Santander-Platz 1, 41061 Mönchengladbach. Preise sind Bruttopreise. Irrtümer vorbehalten.